Kannawurf – Schloss, Renaissancegarten und Radtour
Unterkünfte in Kannawurf
Kannawurf liegt dicht am linken Ufer der Wipper und verbindet diese Lage mit Schlossgeschichte und einem Renaissancegarten. Hinzu kommt eine Radtour, die durch den Ort führt. So stehen unterschiedliche Interessen nebeneinander: die Flusslage, die Renaissance und ein aktiver Ausflug. Welche dieser Themen Ihre Reise prägt, kann auch die Wahl des Aufenthaltszeitraums lenken.
Schlossgeschichte und Renaissancegarten
Schloss Kannawurf wurde 1562/1565 unter der Leitung von Georg II. Vitzthum von Eckstädt im Renaissancestil erbaut. Die Jahresangabe, der benannte Leiter und die Stilrichtung geben der Ortsgeschichte einen konkreten Bezugspunkt. Wer sich für Renaissancearchitektur interessiert, findet hier ein klar benanntes historisches Thema, das Kannawurf von einer bloßen Ortsbezeichnung unterscheidet.
Der Renaissancegarten von Schloss Kannawurf wurde 2020 fertiggestellt und ist jederzeit geöffnet. Damit bietet der Garten neben der Baugeschichte einen eigenen Anknüpfungspunkt. Schloss und Garten verbinden sich im Namen und im Renaissancebezug, bleiben aber als Bauwerk und Garten zwei unterschiedliche Themen für die Reiseplanung. Die Fertigstellung im Jahr 2020 ergänzt die ältere Baugeschichte um ein konkretes Datum der jüngeren Ortsentwicklung.
Mit dem Rad durch Kannawurf
Die familienfreundliche Radtour Tour de Frömmschdt findet immer am dritten Samstag im August statt. Sie beginnt auf dem Markt in Sömmerda und führt über Leubingen, Griefstedt, Büchel, Etzleben, Gorsleben, Kannawurf und Kindelbrück nach Frömmstedt. Kannawurf liegt damit auf einer Tour, deren Verlauf mehrere benannte Orte verbindet. Teilweise verläuft die Strecke über landwirtschaftliche Wege und straßenbegleitende Radwege.
Für Ihre Reiseplanung ist diese Tour ein anderer Anlass als Schloss und Garten: Sie führt durch mehrere Orte und hat einen festgelegten Termin im August. Wenn Sie die Radtour einbeziehen möchten, können Sie den Aufenthalt auf den dritten Samstag des Monats ausrichten.
Natur und Sehenswürdigkeiten in Kindelbrück
Westlich der Stadt Kindelbrück liegt das Gründelsloch, eine Karstspaltquelle und ein angeblich grundloses Wasserloch. Das fast kreisrunde Becken hat annähernd 22 Meter Durchmesser und ist 9 Meter tief. Die Quelle schüttet ungefähr 15.600 Liter Wasser pro Minute und gilt als Thüringens stärkste Quelle. Form, Maße und Wassermenge machen das Gründelsloch zu einem markanten Naturthema in Kindelbrück. Auch die Stadttore zählen dort zu den Sehenswürdigkeiten.
Für Bewegung bietet Kindelbrück außerdem den „Weg in die Steinzeit“. Er wurde im Sommer 2022 fertiggestellt, zweigt bei Griefstedt vom Unstrutradweg ab und führt entlang eines weitläufigen Wildgeheges nach Kindelbrück. Das Freibad der SSG Kindelbrück ist nicht öffentlich zugänglich; wer klingelt und Tagesmitglied wird, kann es nutzen. Zum Vereinsbad gehören Beachanlagen, ein Fußballfeld, eine große Liegewiese und Rutschen. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Nutzungsmöglichkeiten.
Den Aufenthalt passend planen
Wenn Sie den Radausflug einplanen, richten Sie den Aufenthalt auf diesen Termin aus; für den Garten ist dieser Veranstaltungstag nicht maßgeblich. So stehen ein zeitlich flexibler Gartenbesuch und ein fest datiertes Raderlebnis als unterschiedliche Planungsoptionen nebeneinander.
Weitere Reiseziele entdecken: Buttstädt, Kölleda, Straußfurt, Gebesee, Guthmannshausen, Großrudestedt, Bilzingsleben, Elxleben an der Gera.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sömmerda.