Saalburg-Ebersdorf: Stausee, Schlosspark und Geschichte
Unterkünfte in Saalburg-Ebersdorf
Der Bleilochstausee und der Schlosspark Ebersdorf geben Saalburg-Ebersdorf zwei markante Landschaftsbilder: das große Gewässer und einen gestalteten Park. Hinzu kommen historische Orte in Ebersdorf, Saalburg und Friesau. Für Ihre Reiseplanung bietet sich deshalb eine Schwerpunktfrage an: Soll Ihr Aufenthalt vor allem vom Wasser, von Parklandschaft und Gehölzen oder von Geschichte und Kirchen geprägt sein?
Stausee und Park als unterschiedliche Schwerpunkte
Der Bleilochstausee ist 28 Kilometer lang und fasst 215 Millionen Kubikmeter Wasser. Im übergeordneten Reiseziel Saale-Orla ist er Deutschlands größter Stausee. Die Größenangaben vermitteln einen Eindruck von den Dimensionen des Gewässers; die Fahrten der Saaletal-Kabinenschifffahrt führen vom Liegeplatz in Saalburg entweder zur Staumauer oder über Zoppoten, Heinrichstein und Saaldorf bis nach Harra. Prüfen Sie vor dem Einplanen einer Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Der Schlosspark Ebersdorf ist ein 50 Hektar großer Landschaftspark und ein Denkmal der Landschafts- und Gartengestaltung von regionaler und überregionaler Bedeutung. Damit steht neben dem Stausee ein anders geprägter Landschaftsraum: Im Park geht es um gestaltete Anlagen und den Baumbestand. Seit dem Frühjahr 2016 können Besucher auf dem Baumlehrpfad Wissenswertes über die Bäume und die Besonderheiten der dort wachsenden Gehölzarten erfahren. Kleine Tafeln zeigen Fotos und Namen der Baumarten sowie QR-Codes; zusätzliche Informationen lassen sich mit dem Smartphone abrufen. Vier Schüler der 9. Klasse der Regelschule Bad Lobenstein arbeiteten den Pfad als Projektarbeit aus und legten ihn an. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den Zustand des Pfads.
Geschichte an konkreten Orten
Auch die Parkgeschichte ist mit einem konkreten Ereignis verbunden: Am 6. August 1931 wurden die Särge des letzten Fürsten Reuss-Schleiz, seiner Frau und zweier Söhne von der Bergkirche Schleiz nach Ebersdorf überführt und in Grüften im Park beigesetzt.
Das Ausstellungs- und Begegnungszentrum „Johann Amos Comenius“ befindet sich im ehemaligen Brüderhaus der Herrnhuter Gemeine. In Saalburg wurde die Kirche St. Marien zwischen 1206 und 1223 gegründet; sie gilt als eine der ältesten Kirchen im Umkreis. In Friesau befindet sich in der St.-Leonhart-Kirche ein Abendmahlskelch aus dem Jahr 1509, ein Werk des Schleizer Goldschmieds Andreas Eckart. Zwei Rundwanderwege führen ebenfalls durch Friesau. So treffen dort Wege durch den Ort auf ein einzelnes, genau datiertes Zeugnis des historischen Kunsthandwerks.
Unterwegs planen und Unterkünfte suchen
Für den aktiven Teil der Reise bietet das Wandertaxi flexible Transfers entlang des Bleilochstausees und rund um das Thüringer Meer. Das Angebot nennt tägliche Betriebszeiten von 8 bis 20 Uhr und eine Kooperation mit vier regionalen Taxiunternehmen. Prüfen Sie vor Reiseantritt den aktuellen Betrieb und die Buchungsverfügbarkeit.
Bei der Suche nach Unterkünften können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts als Kriterium nehmen: Wasser und Schifffahrt, Park und Baumbestand oder Ortsgeschichte. Wenn Sie mehrere Themen verbinden möchten, gewichten Sie, welche davon Ihre Reise besonders prägen sollen. So richten Sie die Suche an Ihren eigenen Plänen aus, statt eine einzelne Sehenswürdigkeit zum Maßstab für den gesamten Aufenthalt zu machen.
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