Friemar: Stausee, Quelle und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Friemar
Friemar lässt sich über drei markante Themen entdecken: den Immertalstausee, den Rieth-Brunnen unmittelbar unterhalb des Staudamms und die Nutzflächen links der Nesse, auf denen die „Wiege“ Friemars liegen soll. Hier treffen eine konkrete Uferregelung, ein kurzer Wasserlauf und ein bewusst gesetztes historisches Zeichen aufeinander. Das ergibt mehr als einen einzigen Blick auf den Ort: Am Stausee prägt der Schutz des Schilfgürtels die Besuchsplanung, während Quelle und Feuerstätten-Nachbildung Landschaft und Ortsgeschichte anschaulich machen.
Stausee, Quelle und Uferregelung
Der Rieth-Brunnen entspringt unmittelbar unterhalb des Staudamms. Es ist eine kleine gefasste Quelle; ihr Rinnsal fließt nach wenigen Metern in die Nesse. Wegweiser machen touristisch auf die Quelle aufmerksam. So stehen am Stausee zwei verschiedene Maßstäbe nebeneinander: die Wasserfläche des Stausees und der kurze Lauf des Quellwassers bis zum Fluss. Zugleich ist die Uferregelung für einen Besuch entscheidend: Das östliche und nördliche Ufer des Immertalstausees Friemar ist als Flächennaturdenkmal „Schilfgürtel Stausee Friemar“ ausgewiesen und darf nicht betreten werden. Berücksichtigen Sie diese Grenze bei Ihrer Planung und prüfen Sie die örtliche Regelung vor dem Besuch.
Eine Ortsgeschichte links der Nesse
Auf den fruchtbaren Nutzflächen links der Nesse, deren Böden aus Keuper und Schwarzerde bestehen, soll die „Wiege“ Friemars liegen. Dort lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein; davor ist eine symbolische Nachbildung einer historischen Feuerstätte aus dem Jahr 650 v. Chr. in den Boden eingelassen. Die vorsichtige Formulierung „soll“ bleibt bei dieser Ortsgeschichte wichtig: Sie lässt die Herkunftsdeutung als solche stehen. Die Nachbildung greift zugleich ein konkretes Datum auf und gibt dem Platz einen anderen Charakter als dem Stauseeufer. Wer mit Kindern reist, kann die Feuerstätte als Gedankenanstoß für ein Gespräch über die Vergangenheit aufgreifen.
Gotha als übergeordnetes Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Gotha kommen dazu andere Landschafts- und Kulturerlebnisse. Der Landkreis Gotha reicht im Süden bis zum Rennsteig und im Westen bis zum 916,5 Meter hohen Großen Inselsberg. In Friedrichroda führt die Marienglashöhle durch einen 110 Meter langen Stollen; geologische Fenster machen dort Millionen Jahre alte Gesteinsschichten sichtbar. In der Kristallgrotte funkeln Gipskristalle von bis zu 90 Zentimetern Länge. Schloss Friedenstein ist weithin sichtbares Wahrzeichen und Bestandteil des Wappens des Landkreises Gotha. Das Ekhof-Theater in Gotha wurde 1775 von Herzog Ernst II. als erstes deutsches Hoftheater gegründet. Im Bach-Stammhaus in Wechmar sind Modelle der originalen Bach-Wirkungsstätten zu sehen. Am Geburtstag von Johann Sebastian Bach wird dort zu einer Bach’schen Kaffeetafel eingeladen; prüfen Sie für Ihre Planung die aktuellen Termine.
Die regionalen Beispiele reichen von Natur und Geologie bis zu Theater, Schloss und Bach-Bezug. Sie bieten verschiedene Themen, an denen Sie Ihre Reiseplanung ausrichten können. Vergleichen Sie die Lage konkreter Unterkünfte mit den Orten, die Sie tatsächlich besuchen möchten.
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