Oberöfflingen – Ortsgeschichte und Flurkreuze
Unterkünfte in Oberöfflingen
Oberöfflingens Geschichte wird an Bauphasen der Kirche, alten Hofnamen und Flurkreuzen aus mehreren Jahrhunderten greifbar. Naturkundliche und kulturelle Themen im übergeordneten Reiseziel Bernkastel-Wittlich ergänzen die Ortsgeschichte um weitere mögliche Schwerpunkte für Ihre Reise.
Ortsgeschichte in Namen und Höfen
Karlmann schenkte Oberöfflingen der Abtei Echternach; Karl der Große bestätigte die Schenkung. Im Jahr 1339 erhielt Heince van Uffingen ein großes Gut in Oberöfflingen als Lehen. Auch die Namensgeschichte ist mit einer konkreten Jahreszahl verbunden: Auf einem Siegelabdruck Heinrichs von Ufflingen aus dem Jahr 1451 erscheint die alte Namensform Ufflingen.
Das historische Oberöfflinger Gut wurde in Manderscheider Rechnungen des 17. und 18. Jahrhunderts in zwei Hälften verzeichnet. Die Junkerhöfe sollen um 1800 abgebrannt sein. Später entstanden auf dem früheren Junkerhofgelände die Häuser Nr. 13 bis 15; sie trugen den Hausnamen „Junker“. So lässt sich die Entwicklung des Ortes anhand von Schenkung, Lehen, alten Hofnamen und späteren Gebäuden betrachten, ohne die unterschiedlichen Zeitabschnitte miteinander gleichzusetzen.
Kirche und steinerne Erinnerungszeichen
Die heutige Kirche wurde 1854 am Platz einer Kapelle von 1669 errichtet. Aus der früheren Kapelle sind einige Holzfiguren aus dem späten 18. Jahrhundert erhalten. Baugeschichte und erhaltene Figuren verweisen damit auf verschiedene Phasen religiöser Ausstattung: Die Kirche ist jünger als die Kapelle, während die Figuren aus einer späteren Zeit als deren Gründung stammen.
Auch die Flurkreuze zeigen eine breite zeitliche Spanne. Südlich des Ortes steht am Wasserreservoir ein barockes Wegekreuz von 1760. In den Gladbachwäldern südlich Oberöfflingens befindet sich ein Pfeilerkreuz von 1840; südöstlich, im Sauerbergwald, steht ein barockes Schaftkreuz aus dem 18. Jahrhundert. Im Gladbachtal südöstlich des Ortes gibt es ein Schaftkreuz von 1814 und ein spätgotisches Nischenkreuz aus dem 16. oder 17. Jahrhundert. Nördlich des Ortes in Richtung Laufeld liegt eine Wegkapelle mit Pietà-Relief, datiert auf das 18. oder 19. Jahrhundert. Zusammen reichen die genannten Bau- und Bildwerke vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert.
Naturwege und längere Tourenideen
Der Naturlehrpfad Laufeld ist eine kurze Rundtour für einen entspannten Familien-Spaziergang. Thematische Tafeln erklären Wald, Tiere und Pflanzen; außerdem gehört ein Waldspielplatz zum Weg. Die Route führt an einer Wald-Rückhaltefläche vorbei, die ein bestehendes Feuchtgebiet erweitert. Weil sich die Wegbedingungen zeitweise ändern können, empfiehlt es sich, diese vor einem geplanten Besuch zu prüfen.
Eine andere Größenordnung bietet der Maare-Mosel-Radweg: Die 58,5 Kilometer lange Strecke führt von Daun nach Bernkastel-Kues und verläuft entlang einer stillgelegten Bahntrasse. Damit stehen eine kurze, naturkundlich geprägte Rundtour in Laufeld und eine längere Radroute mit klar benannten Endpunkten für unterschiedliche Ausflugsplanungen. Der Wegverlauf des Radwegs und die Themen des Naturlehrpfads sind dabei eigenständige Angebote.
Bernkastel-Wittlich als weiterer Themenrahmen
Im übergeordneten Reiseziel Bernkastel-Wittlich treffen die vulkanische Eifel, das romantische Moseltal und der wald- und wiesenreiche Hunsrück aufeinander. Am 816 Meter hohen Erbeskopf stehen Wandern und vielfältige Wintersportmöglichkeiten im Mittelpunkt. Das Nationalpark-Tor am Erbeskopf informiert über Natur und Umwelt; seine interaktive, multimediale Ausstellung behandelt Wald und Moore. Diese Themen gehören zum übergeordneten Reiseziel Bernkastel-Wittlich und sind von den beschriebenen Ortsdetails Oberöfflingens zu unterscheiden.
Auch Kultur und Tradition bieten in Bernkastel-Wittlich andere Blickwinkel. Die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Klausen wurde 1502 eingeweiht, und Klausen ist weiterhin jedes Jahr Ziel von Pilgerinnen und Pilgern. In den historischen Gewölbekellern des St.-Nikolaus-Hospitals bietet die Vinothek Verkostungen von Weinen aus Mosel, Saar und Ruwer an. Ihre Auswahl umfasst 100 Weine von Qualitätsweinen bis zu Eiswein.
Den Schwerpunkt für Ihre Reise wählen
Für Familien bietet der Naturlehrpfad Laufeld einen konkreten Natur- und Entdeckungsanlass; die Pferdesegnung ist ein Beispiel für einen örtlichen Brauch. Vergleichen Sie bei konkreten Unterkünften deren Lage mit den Zielen, die Sie in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten.
Ein Bericht vom 16. April 2025 beschreibt die traditionelle Pferdesegnung in Oberöfflingen mit einer Messe im Freien und dem Motto „St Mauritius – patron saint of horses“. Neben Pferden werden dabei auch Hunde und andere Besucher gesegnet. Die Datierung des Berichts ordnet diese Beschreibung zeitlich ein, ohne einen aktuellen Veranstaltungstermin festzulegen.
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