Mellingen: Kunst, Ilmtal und Thüringer Tradition
Unterkünfte in Mellingen
Im mittleren Ilmtal treffen in Mellingen Flusslandschaft, Kunstgeschichte und örtliche Festtradition aufeinander. Der Feininger-Turm gibt dem Ort ein markantes Kunstthema; Ilm und Auen prägen zugleich seine Freizeitregion. Wenn Sie eine Unterkunft auswählen, können Sie abwägen, ob die Anreise über Bahn und Straße, die Architekturgeschichte oder die regionale Landschaft den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden soll.
Kunst und Baugeschichte in Mellingen
Am südöstlichen Ortsrand steht der Feininger-Turm, 1999 errichtet vom Schweizer Künstler und Architekten Marcel Kalberer. Die Kunstinstallation ist Lyonel Feininger gewidmet und der Malweise des Künstlers nachempfunden. Sie trägt auch den Namen „Doppeltes Motiv“ und basiert auf Feiningers 1920 gemaltem Bild „Die Kirche von Mellingen“. So stehen ein Bauwerk und ein konkretes Kunstmotiv in einem direkten Bezug. Auch für Radfahrende ist dieser Bezugspunkt relevant: Der Feininger-Radweg führt am Turm vorbei.
Die Pfarrkirche St. Georg ergänzt diesen Blick auf die Geschichte des Ortes. Ihre heutige Form entstand 1669 aus einer mittelalterlichen Chorturmkirche; das Langhaus wurde von 1724 bis 1730 erneuert. Eine weitere historische Spur ist die mittelalterliche Burg Mellingen der 1137 erwähnten Herren von Mellingen. Sie liegt an der B87 und ist als geschütztes Bodendenkmal ausgewiesen. In der Malzdarre befinden sich außerdem das Bürgermeisteramt und die Heimatstube. Diese Bauwerke und Orte geben Mellingen unterschiedliche historische Akzente, von der mittelalterlichen Geschichte bis zur Kunst des 20. Jahrhunderts.
Ilmauen und Mellinger Festtradition
Die Ilm und ihre Auen prägen Mellingen und dienen heute überwiegend als Erholungs- und Freizeitregion. Damit gehört die Flusslandschaft neben Kunst und Baugeschichte zur Ortscharakteristik. Die örtliche Festtradition setzt einen anderen Akzent: Die Mellinger Kirmes wird als fünftägiges Fest gefeiert. Eine Woche später findet am Pfingstsonntag an der Malzdarre ein Frühschoppen mit zünftiger Musik und deftigem Essen nach Thüringer Reinheitsgeboten statt. Zur Kirmes im Frühjahr gehört auch der sogenannte Kritzekrebs-Markt. Konkrete Programmpunkte können variieren; prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Festtermine.
Anreise und Unterkunftswahl
Mellingen liegt direkt an der Anschlussstelle 50 Apolda der Bundesautobahn 4. Der Ort besitzt außerdem einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Weimar–Gera. Von dort bestehen Verbindungen nach Weimar in 5 Minuten, nach Jena in 12 Minuten, nach Erfurt in 29 Minuten und nach Gera in 54 Minuten. Auch mit den Buslinien 229, 253 und 255 der PVG Weimarer Land ist Mellingen erreichbar. Da sich Fahrpläne und Verbindungen ändern können, gleichen Sie die Angaben für Ihren Reisetag ab.
Für die Anreise auf der Straße bietet die angrenzende B87 eine Orientierung: Sie führt von Mellingen direkt nach Apolda und in der Gegenrichtung nach Bad Berka und Blankenhain. Über die Landesstraße 2161 ist Weimar von Mellingen aus leicht erreichbar; die Straße verbindet das Weimarer Land mit der kreisfreien Stadt Weimar.
Ein eigener regionaler Schwerpunkt im Weimarer Land
Im übergeordneten Reiseziel Weimarer Land setzt der Thüringer Drei Türme Weg einen eigenständigen Wander-Schwerpunkt. Der Rundwanderweg verläuft im südlichen Weimarer Land durch die geschützte Landschaft des Mittleren Ilmtals und verbindet den Paulinenturm bei Bad Berka, den Hainturm im Belvederer Forst bei Weimar und den Carolinenturm bei Blankenhain. Das ist eine andere regionale Perspektive als Mellingens Kunst- und Ortsgeschichte. Wenn Sie beide Themen in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, berücksichtigen Sie sie als unterschiedliche Schwerpunkte, wenn Sie Ihre Unterkunft suchen.
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