Bad Frankenhausen/Kyffhäuser: Panorama und Geschichte
Unterkünfte in Bad Frankenhausen
Bad Frankenhausen liegt am Fuße des Kyffhäusers in einer Auelandschaft aus Feldern, Weiden und Streuobstwiesen. Dieses Landschaftsbild trifft im Ort auf eindrucksvolle Kunst und eine lange Baugeschichte. Wer einen Aufenthalt plant, kann daher zwischen Entdeckungen im Ort und Erlebnissen im übergeordneten Reiseziel Kyffhäuserkreis wählen.
Panorama und Baugeschichte in Bad Frankenhausen
Das Panorama Museum präsentiert Werner Tübkes Monumentalgemälde „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“. Die Dimensionen sind ungewöhnlich: Der Bilddom ist 14 Meter hoch und hat einen Umfang von 123 Metern; das Gemälde zeigt mehr als 3.000 Figuren. Für den Besuch stehen eine öffentliche Führung oder ein Audioguide zur Verfügung. So lässt sich der Schwerpunkt darauf legen, das Werk gemeinsam geführt kennenzulernen oder es mit dem Audioguide im eigenen Tempo zu betrachten.
Ein anderer Blick auf die Geschichte des Ortes führt zur Oberkirche, auch Kirche unserer lieben Frauen am Berge genannt. Sie wurde 1382 als gotische Basilika vollendet und von der örtlichen Salzsiedegilde finanziert. Schon die Verbindung von Bauform, genauer Vollendungszeit und benannter Geldgeberin macht sie zu einem eigenständigen Kontrastpunkt zum großformatigen Gemälde.
Der Hausmannsturm ergänzt dieses historische Bild: Er war ein um 1210 errichteter Bergfried mit Palas und fügte sich in die neu erbaute Stadtmauer ein. Ein Bergfried war der Wehrturm einer Burg; mit dem Palas wird zugleich ein Wohnbau benannt. Für die Orientierung zum Turm gilt: Er ist über die Poststraße erreichbar, ein Parkplatz befindet sich am Kurpark.
Wer zusätzlich Touren und weitere Ausflugsziele einplanen möchte, findet im Kyffhäuserkreis unterschiedliche Themen und Zeitformate.
Weitere Entdeckungen im Kyffhäuserkreis
Im übergeordneten Reiseziel Kyffhäuserkreis liegt die Barbarossahöhle zwischen den Ortsteilen Rottleben und Steinthaleben der Gemeinde Kyffhäuserland. Es handelt sich um eine Anhydrithöhle. Fünf Bergleute entdeckten sie 1865 im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme des Kupferschieferbergbaus. Ihren Namen erhielt die Höhle nach der Sage vom wiederkehrenden Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Geologie, Bergbaugeschichte und Sage geben diesem Ziel jeweils einen anderen Zugang.
Auch das Erlebnisbergwerk Sondershausen richtet den Blick unter Tage. Führungen finden ganzjährig in 670 Metern Tiefe statt; zu den Angeboten gehört eine etwa zweistündige Lkw-Tour durch das unterirdische Labyrinth. Die ungefähre Dauer hilft, dieses Erlebnis in einen Tagesplan einzuordnen. Außerdem verfügt das Bergwerk über den tiefsten Konzertsaal der Welt, in dem regelmäßig Konzerte und Kabarettveranstaltungen stattfinden. Damit stehen unter Tage sowohl Führungen als auch Veranstaltungen im Mittelpunkt.
Für weitere Ausflugspläne bietet der Kyffhäuserkreis ebenfalls unterschiedliche Maßstäbe: Die Modellbahn Wiehe ist eine ganzjährig geöffnete Ausstellung mit 12.000 Quadratmetern Fläche. Das Schlossmuseum Sondershausen ist seit 1923 im ehemaligen Residenzschloss der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen untergebracht und zeigt auf drei Etagen eine facettenreiche Ausstellung. In Westgreußen umfasst das Archäologische Freilichtmuseum Funkenburg die deutschlandweit einmalige Rekonstruktion einer germanischen Siedlung auf einem markanten Bergsporn über dem Helbetal. Zu den museumspädagogischen Aktivprogrammen dort zählen Töpfern, Backen, Wollbearbeitung, das Knüpfen von Fischernetzen und Bogenschießen.
Wege und Planung nach Zeitrahmen
Bad Frankenhausen ist Start und Ziel des 37 Kilometer langen Kyffhäuserwegs, eines Rundwegs im Kyffhäuserkreis. Seine drei Etappen führen von Bad Frankenhausen zur Barbarossahöhle, von dort zum Kyffhäuser-Denkmal und anschließend zurück nach Bad Frankenhausen. Der Weg ist als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet, gut ausgeschildert und wird regelmäßig auf Mängel überprüft. Die Etappenfolge und die Gesamtlänge geben eine klare Orientierung, wenn Wandern einen größeren Anteil des Aufenthalts ausmachen soll.
Ein kürzerer Wegvergleich ist der Wald-Erlebnispfad: Er verläuft über vier Kilometer zwischen der Rothenburg-Ruine und dem Kyffhäuser-Denkmal und umfasst zehn Erlebnisstationen. Für die Auswahl zwischen den beiden Wegen sind die angegebenen Streckenlängen und Ziele entscheidend: der 37 Kilometer lange Rundweg mit Start und Ziel in Bad Frankenhausen oder der vier Kilometer lange Pfad zwischen Ruine und Denkmal.
Für mobilitätseingeschränkte Personen steht das Denkmal-Shuttle von April bis Oktober samstags und sonntags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr zwischen den Parkplätzen und dem Kassenbereich zur Verfügung. In den Thüringer Ferien fährt es auch unter der Woche. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. So lassen sich die Ortsgeschichte, das Panorama und die verschiedenen regionalen Ausflugs- und Wegthemen passend zu den eigenen Interessen zusammenstellen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kyffhäuserkreis.