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Hildburghausen entdecken

Unterkünfte in Hildburghausen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Residenzgeschichte, ein historischer Schlossgarten und eine Radroute mit Start und Ziel in der Stadt geben Hildburghausen ein vielseitiges Profil. Von 1680 bis 1826 war der Ort Residenzstadt des Zwergfürstentums Sachsen-Hildburghausen. Wer den Aufenthalt plant, kann zwischen Einblicken in Stadtgeschichte, Gartenkultur und regionalen Themen wählen.

Geschichte, die in Gebäuden und Sammlungen sichtbar wird

Das Stadtmuseum Hildburghausen ist seit 1993 im Baudenkmal „Alte Post“ untergebracht, das von 1989 bis 1993 restauriert wurde. Seine Dauerausstellung führt durch die Stadtgeschichte: von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1234 über das Handwerk im Ackerbürgerstädtchen und das höfische Leben bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert und dem Alltag im 20. Jahrhundert. Eine besondere Sammlungseinheit bilden Erstausgaben des Bibliographischen Instituts von Joseph und Hermann Meyer, darunter eine 52-bändige Erstausgabe von Meyers Konversationslexikon.

Auch die Geschichte des Stadttheaters reicht weit zurück. Es wurde 1721 als Ball- und Fechthaus errichtet und um 1755 in ein herzogliches Hoftheater umgewandelt. Das Stadttheater zählt zu den ältesten freistehenden und durchgängig bespielten Theatern Deutschlands. Die Christuskirche erzählt von einem anderen Abschnitt der Stadtgeschichte: Nach dem Stadtbrand von 1779 wurde sie anstelle der zerstörten spätgotischen Stadtkirche St. Lorenz errichtet und am 24. November 1785 geweiht. Ihre Gestaltung verbindet Elemente des Spätbarocks mit einem klassizistisch geprägten Charakter.

Das Rathaus entstand 1395 anstelle eines abgebrannten Steinhauses und diente als Rats- und Kaufhaus. Wahrscheinlich ist es das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt. Am Bismarckturm auf dem 496 Meter hohen Stadtberg begannen 1997 Sanierungsarbeiten; feierlich wiedereröffnet wurde er am 3. Oktober 1998. Zusammen mit den Themen der Dauerausstellung bietet die Stadt damit verschiedene Zugänge zur Geschichte: über Architektur, Theater und die Entwicklung des Alltagslebens.

Schlossgarten und Radroute

Der erhaltene Schlossgarten wurde um 1700 als Barockgarten angelegt und um 1780 in einen Landschaftspark umgewandelt. Ein um 1700 angelegter Kanal umgibt die knapp sechs Hektar große Anlage. Die zeitlichen Angaben machen den Wandel der Gartengestaltung greifbar: Auf die barocke Anlage folgte ein Landschaftspark. Der Schlossgarten bildet so einen eigenen Schwerpunkt neben den städtischen Bau- und Museumsthemen.

Auch eine Radroute ist direkt mit Hildburghausen verbunden: Die Route „Rund um die Kreisstadt Hildburghausen“ beginnt und endet in der Stadt. Sie lässt sich daher als eigener Reisebaustein betrachten, ohne dass dafür eine bestimmte Streckenlänge oder Fahrzeit vorausgesetzt wird. Für die Unterkunftsplanung kann es hilfreich sein, zunächst festzulegen, ob Sie vor allem die Stadtgeschichte, den Schlossgarten oder zusätzlich weitere Orte im Landkreis in Ihre Reise einbeziehen möchten.

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Der größere Rahmen: Landkreis Hildburghausen

Zum Landkreis Hildburghausen gehört ein geschlossenes Waldgebiet im Naturpark Thüringer Wald; außerdem wird der Landkreis unter anderem durch das Biosphärenreservat Vessertal geprägt. Er ist ein bedeutender Teil der Erholungsregion Thüringer Wald. Diese regionalen Landschaftsthemen ergänzen den städtischen Schwerpunkt Hildburghausens um Natur- und Wandererlebnisse, ohne die Besonderheiten des Ortes mit denen des gesamten Landkreises gleichzusetzen.

Zu den kulturellen Zielen im Landkreis zählen das Hennebergische Museum Kloster Veßra und das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg. Das sechs Hektar große Freilichtmuseum Kloster Veßra widmet sich vier Themenbereichen: der Klostergeschichte, der Fachwerkarchitektur und Alltagsgeschichte des Henneberger Landes sowie Landwirtschaftstechnik und Nachhaltigkeit. Im Deutschen Burgenmuseum führt die Dauerausstellung als Rundgang durch die gesamte Veste Heldburg. Sie behandelt die Geschichte und Kultur der Burgen in Europa vom Mittelalter bis in die Gegenwart und macht dabei Veränderungen des Burgenbaus von Epoche zu Epoche zum Thema.

Auch Naturbeobachtung und regionale Geschichte lassen sich verbinden. In der Hutelandschaft Rodachaue eröffnet sich vom Dach des Beobachtungsstandes ein Panoramablick über die Wiesen. Konikpferde und Heckrinder tragen dort zu einer naturnahen Landschaftsentwicklung bei. Das Zweiländermuseum Rodachtal, eröffnet im November 2009, nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert in die Grenzregion Rodachtal. Ein anderer historischer Zugang findet sich im Naturhistorischen Museum: Ein Gewölberaum zeigt Ritterrüstung und Biedenhänder sowie großformatige Secco-Wandmalereien zur Herkulessage aus der Zeit um 1600.

Für Wander- und Radinteressen bietet das Werratal weitere Möglichkeiten auf Ebene des Landkreises: Es eignet sich zum Wandern und Radwandern; ab Themar flussabwärts ist auch Wasserwandern möglich. Der Werratal-Radweg führt im Landkreis durch die Werraauen und wird besonders für Radtouren flussabwärts genutzt. In der Gemeinde Straufhain ist der Mühlenwanderweg etwa sieben Kilometer lang. Er führt durch ein Gebiet, in dem früher neun Korn- und Schneidmühlen betrieben wurden; Schautafeln informieren an den Altstandorten über die Anlagen. Für Wintersportbegeisterte gibt es in der Gemeinde Masserberg mit Heubach, Schnett und Fehrenbach Loipen von über 70 Kilometern Länge sowie zahlreiche Skiwanderwege. Streckenlänge und Präparierung können sich saisonal ändern.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildburghausen-Suhl.