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Görlitz: Renaissance, Stadtgeschichte und Neiße

Unterkünfte in Görlitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Görlitz macht seine Geschichte an vielen Orten sichtbar: Die historische Altstadt umfasst etwa 4.000 Baudenkmäler und zählt zu den am besten erhaltenen historischen Ensembles Mitteleuropas. Zu ihrer Pracht trug die Lage am historischen europäischen Handelsweg Via Regia bei, der einst Thüringen und Sachsen im Westen mit Schlesien, Böhmen und Polen im Osten verband. Bei der Planung Ihres Aufenthalts können Sie den Schwerpunkt auf Baugeschichte und Museen legen oder die Stadt auch von der Neiße und ihren Wegen aus entdecken.

Renaissance, Kirchen und Türme

Der Untermarkt gilt als historisches Herz von Görlitz. Bürgerhäuser aus Renaissance und Barock umgeben den Platz und zeigen zwei prägende Epochen der Stadtarchitektur. Der Schönhof wurde nach einem Stadtbrand ab 1526 im Stil der Renaissance wiedererrichtet. Heute ist er das Hauptgebäude des Schlesischen Museums zu Görlitz und zählt zu den ältesten Renaissancebauten nördlich der Alpen.

Eine andere geschichtliche Spur führt zum Heiligen Grab. Die Anlage entstand zwischen 1481 und 1504 und umfasst die Grabkapelle, die Salbungskapelle und die Adamskapelle. Sie ist eine einzigartige Nachbildung der heiligen Stätten Jerusalems und gilt als das älteste erhaltene Bauwerk dieser Art nördlich der Alpen. Die Peterskirche wiederum ist Sachsens größte Hallenkirche und ein Meisterwerk gotischer Baukunst. Zu ihrer Ausstattung gehört die Sonnenorgel, die Eugenio Casparini gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut hat und die Vogelstimmen imitieren kann.

Auch Görlitz’ Türme erzählen von der Stadt. Der Nikolaiturm ist der älteste erhaltene Stadtturm und beherbergt eine kleine Ausstellung zur Stadtgeschichte. Im Reichenbacher Turm befindet sich ein Museum zur Geschichte der Stadt und ihrer Türme; außerdem verfügt er über eine Aussichtsplattform. Wer sich für historische Details interessiert, findet auf dem Nikolaifriedhof kunstvolle Grabmäler aus Renaissance, Barock und Klassizismus. Diese unterschiedlichen Orte machen den Stadtspaziergang zu einer Begegnung mit mehreren Epochen, ohne dass sich die Stadtgeschichte auf ein einzelnes Gebäude beschränkt.

Grünräume, Neiße und besondere Erlebnisse

Als Gegenpol zu den Bauwerken bietet der im 19. Jahrhundert angelegte Stadtpark weitläufige Wiesen, alte Baumbestände und romantische Spazierwege im Herzen der Stadt. Im Sommer lässt sich außerdem das Neißetal bei Boots- und Paddeltouren vom Wasser aus erkunden. Dabei erleben Besucher Görlitz aus einer anderen Perspektive und können die Naturlandschaft am Fluss genießen. Da diese Touren saisonal sind, lohnt es sich, das Angebot vor dem Besuch zu prüfen.

Für eine individuelle Entdeckung der Stadt führt der „Walk of Görliwood®“ mit der kostenfreien SmartGuide-App von Drehort zu Drehort durch ganz Görlitz. Prüfen Sie vor der Reise, ob die App verfügbar ist. Wer lieber eine feste Sehenswürdigkeit mit einem regelmäßigen Programmpunkt verbindet, kann die Schaufütterung im Lebendtierbereich des Senckenberg Museums für Naturkunde einplanen: Sie findet jeden ersten Donnerstag im Monat um 16 Uhr statt und ist im Museumseintritt enthalten. Das Vivarium des Museums präsentiert rund 70 Tierarten in zwölf aufwendig gestalteten Landschaftsbecken auf 100 Quadratmetern. Da es sich bei der Fütterung um ein wiederkehrendes Programm handelt, empfiehlt sich ein Blick in den aktuellen Kalender.

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Zum Görlitzer Kulturkalender gehört auch ViaThea, das Festival der Straßenkünste und einer seiner festen Höhepunkte. Prüfen Sie Termine und Programm vor Ihrer Reise. Eine weitere Möglichkeit, Kultur und Genuss zu verbinden, sind Führungen durch die Landskron Brauerei mit anschließender Verkostung. Verfügbarkeit und Buchungsbedingungen können sich ändern; erkundigen Sie sich deshalb vorab nach den aktuellen Möglichkeiten.

Wege als Orientierung für Ihren Aufenthalt

Wenn Sie Görlitz als Ausgangspunkt für unterschiedliche Erlebnisse betrachten, helfen auch die beschriebenen Wege bei der Planung. Der Oder-Neiße-Radweg führt von Görlitz in südlicher Richtung zum Berzdorfer See; prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuellen Streckenbedingungen. Die RB65 fährt von Görlitz über Görlitz/Weinhübel und Hagenwerder weiter nach Ostritz und Zittau. Die Linie E verläuft von Görlitz-Weinhübel über Deutsch Ossig, Hagenwerder Bahnhof, Hagenwerder Ort, Sportzentrum und Tauchritz/West bis zur Blauen Lagune. Kontrollieren Sie vor der Fahrt die jeweiligen Fahrpläne.

Eine weitere Verbindung über die Neiße schafft die Altstadtbrücke: Die Fußgängerbrücke verbindet Görlitz seit 2004 wieder mit der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec und ermöglicht den Grenzübertritt zu Fuß. So lässt sich der Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren, ohne die verschiedenen Seiten der Stadt auf eine einzige Sehenswürdigkeit zu reduzieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Hähnichen, Zittau, Olbersdorf, Beiersdorf, Bad Muskau, Ebersbach-Neugersdorf, Grossschönau, Jonsdorf, Görlitz, Reichenbach/Oberlausitz, Großhennersdorf, Bertsdorf-Hörnitz, Neißeaue, Hainewalde, Leutersdorf, Rothenburg/Oberlausitz, Ostritz, Schönbach, Weißwasser/Oberlausitz, Oybin, Horka, Quitzdorf am See, Krauschwitz, Neusalza-Spremberg, Oppach, Boxberg/Oberlausitz, Niesky, Herrnhut, Markersdorf, Mittelherwigsdorf, Königshain, Trebendorf, Gablenz, Kottmar, Seifhennersdorf, Oderwitz, Vierkirchen, Bernstadt Auf Dem Eigen, Dürrhennersdorf, Groß Düben, Großschweidnitz, Hohendubrau, Kodersdorf, Kreba-Neudorf, Lawalde, Mücka, Rietschen, Rosenbach, Schleife, Schönau-Berzdorf Auf Dem Eigen, Schöpstal, Waldhufen und Weißkeißel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sachsen.

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