Mayen-Koblenz entdecken: Burgen, Industriekultur und Vulkanismus
Unterkünfte in Mayen-Koblenz
In Mayen-Koblenz treffen sehr unterschiedliche Geschichten aufeinander: eine mittelalterliche Burg, eine Abtei, ein Industriedenkmal und Museen zu Mühlenhandwerk und Vulkanismus. Die Genovevaburg ist eines der Wahrzeichen von Mayen. Erbaut wurde sie 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen. Neben solcher Baugeschichte stehen Orte, an denen sich industrielle und religiöse Geschichte oder die Kräfte des Vulkanismus erschließen. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise nach den Themen wählen, die Sie besonders interessieren.
Burgen, Abtei und Industriekultur
Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein. Zum Angebot gehören auch Führungen und kreative Workshops. Das Industriedenkmal verbindet damit Einblicke in ein historisches Erbe mit unterschiedlichen Formen der Vermittlung.
Eine andere Zeitschicht zeigt die Abtei Sayn: Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Die Daten und Malereien geben der Abtei ein eigenes kunst- und baugeschichtliches Profil. Wer mehrere historische Themen vergleichen möchte, findet hier einen Kontrast zur industriellen Geschichte der Sayner Hütte und zur Genovevaburg in Mayen.
Auch Hein's Mühle erzählt von Arbeit und Technik. Sie ist die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum zeigt und erläutert die verschiedenen Schritte des Mahlprozesses sowie die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region. In den Kirchen St. Medard sind evangelische und katholische Kirche unter einem Dach vereint; die sogenannte ökumenische Pforte verbindet sie. Mühle und Kirchen machen dabei unterschiedliche Formen regionaler Geschichte greifbar: das Handwerk des Mahlens und ein besonderes architektonisches Miteinander.
Schlosspark und Einblicke in Schloss Sayn
Der Schlosspark Sayn wurde von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet; der Architekt war Carl Friedrich Thelemann. Zu den Merkmalen des Parks gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze. Die Gestaltung verbindet Wasser, Wege und Rückzugsorte zu einem anderen Zugang zur Geschichte als die Ausstellungen und Bauwerke der Region. Wer bei einem Ausflug gern zwischen gestalteter Landschaft und Kulturthemen wechselt, findet hier eine konkrete Parkanlage zum Entdecken.
Im Neuen Museum Schloss Sayn gewähren Fürst Alexander und Fürstin Gabriela Besuchern einen privaten Einblick in das Leben ihrer Adelsfamilie. Für Kinder gibt es ein Kinderreich, in dem Besucher historische Kostüme anprobieren können. Das ist ein greifbarer Unterschied zu den kulturhistorischen Themen der Abtei oder der Sayner Hütte: Hier wird die Familiengeschichte des Adels zum Ausgangspunkt des Museumsbesuchs, ergänzt durch das Kostümangebot.
Vulkanismus im Museum und auf dem Radweg
In Mendig ist der Lava-Dome das Deutsche Vulkanmuseum. In Andernach erklärt das Geysir-Museum in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert. Beide Museen richten den Blick auf Naturkräfte, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Der Lava-Dome ist als Vulkanmuseum benannt, während das Geysir-Museum die Funktionsweise des Kaltwassergeysirs in seinen Ausstellungsbereichen erläutert.
Wer die Region lieber auf einer längeren Strecke erlebt, kann den 33 Kilometer langen Vulkanpark-Radweg in den Blick nehmen. Er führt von Mayen über Mendig, Kretz und Plaidt bis nach Andernach und verbindet zahlreiche Attraktionen des Vulkanparks auf einer entspannten und familienfreundlichen Route. Die genannten Orte geben der Streckenplanung einen klaren Rahmen. So stehen zwei unterschiedliche Arten des Entdeckens nebeneinander: einzelne Museen und Kulturorte mit eigenen Themen oder eine Radroute, die mehrere Orte miteinander verbindet.
Den Schwerpunkt für die Unterkunftssuche wählen
Für Ihre Suche nach einer Unterkunft kann es hilfreich sein, zuerst den gewünschten Schwerpunkt festzulegen. Wenn Bau- und Kulturgeschichte im Vordergrund stehen, bieten Genovevaburg, Abtei Sayn, Sayner Hütte und Hein's Mühle sehr verschiedene Themen zum Vergleichen. Für einen Aufenthalt mit Kindern sind das Kinderreich mit historischen Kostümen und die familienfreundliche Radroute zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Wer Vulkanismus und seine Erscheinungsformen erkunden möchte, kann die Themen der Museen in Mendig und Andernach berücksichtigen. Und wenn die Radstrecke den Ausschlag gibt, bietet ihre Folge von Mayen über Mendig, Kretz und Plaidt bis Andernach eine konkrete Orientierung für die Reiseplanung.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Gappenach, Alken, Pillig, Koblenz, Münstermaifeld, Brodenbach, Arft, Winningen, Vallendar, Rhens, Niederfell, Nickenich, Nachtsheim, Mendig, Löf, Dieblich, Spay, Rüber, Lonnig, Wierschem, Monreal, Kirchwald, Siebenbach, Virneburg, Andernach, Mayen, Acht, Bendorf, Bassenheim, Kottenheim, Waldesch, Kürrenberg, Kell, Kalt, Nörtershausen, Ettringen, Boos, Hatzenport, Langscheid, Einig, Kaltenengers, Nitztal, Polch, Niederelz, Herresbach, Oberfell, Urmitz, Baar, Lasserg, Urbar, Welschenbach, Mülheim-Kärlich, Kobern-Gondorf, Vordereifel, Ochtendung, Bermel, Lind, Weißenthurm, Kerben, Mertloch, Plaidt, Kruft, Welling, Gering, Ditscheid, Kettig, Weitersburg, Kollig und Volkesfeld.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rheinland Pfalz.