Wederath: Belginum, Kirche und Hunsrückwege
Unterkünfte in Wederath
Archäologische Geschichte, Kirchenkunst und eine alte Mühle geben Wederath ein konkretes Profil. Der mit dem Ort verbundene Komplex Belginum umfasst ein keltisch-römisches Gräberfeld, eine römerzeitliche Siedlung mit mehreren Tempelbezirken und ein frührömisches Militärlager. Zugleich reicht das Angebot für Entdeckungen vom Weg durch das Außengelände des Archäologieparks bis zu einer längeren Wanderroute.
Belginum: Gräberfeld, Siedlung und Museum
In Wederath ist der Archäologiepark Belginum mit einem Museum verbunden. Dort werden archäologische Forschungsergebnisse sowie Funde aus dem eisenzeitlichen Gräberfeld von Wederath und von der provinzialrömischen Bevölkerung im antiken Belginum präsentiert. Der Komplex umfasst neben dem Gräberfeld die römerzeitliche Siedlung mit ihren Tempelbezirken und ein frührömisches Militärlager. Diese verschiedenen Bestandteile geben dem Ort einen archäologischen Schwerpunkt, der sich sowohl in der Museumspräsentation als auch im Außengelände erschließt.
Im Außengelände führt ein knapp 1.000 Meter langer Wanderweg mit anschaulichen Tafeln durch die verschiedenen Teile der Siedlung und des Gräberfelds. So können Sie die archäologischen Themen nicht nur im Museum, sondern auch entlang eines beschriebenen Weges im Gelände kennenlernen. Die Tafeln begleiten den Rundgang durch die unterschiedlichen Bereiche; die angegebene Länge macht ihn außerdem gut von der längeren Belginum-Wanderroute unterscheidbar.
Kirchengeschichte und Mühlenkultur
Auch die Kirche Kreuzauffindung erzählt von der Geschichte Wederaths. Nachdem die Kapelle 1669 nach einem Brand erneuert worden war, entstand die heutige, größere Barockkirche in den Jahren 1756 bis 1758. Zu ihrer Ausstattung zählen eine Kanzel, eine Pietà von 1766, ein Gusswandbild der vierzehn Nothelfer und verschiedene Heiligenfiguren. Bemerkenswert ist auch der barocke Altar mit hohem Tabernakel: Er gelangte erst im 20. Jahrhundert nach Wederath.
Gegenüber der Kirche steht eine alte, funktionsfähige Schrotmühle. Bei Mühlenwanderungen im Hunsrück wird sie gerne vorgeführt. Kirche und Mühle bringen damit neben Belginums Antike zwei weitere, eigenständige Themen in den Ort: die Ausstattung eines Barockbaus und die Tradition des Mahlens. Für Ihre Reiseplanung können Sie diese Ortsgeschichte mit dem archäologischen Schwerpunkt verbinden, ohne dass die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten zu einem einzigen Besuchsprogramm werden müssen.
Wanderwege mit unterschiedlichen Strecken
Der 2005 eröffnete Belginum-Wanderweg verbindet Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach mit dem Archäologiepark Belginum auf den Höhen des Hunsrücks. Oberhalb des Ortsteils Kautenbach führt die Route durch das Trabenerbachtal, ein urwüchsiges Moselseitental, zum Archäologiepark bei Wederath. Die Gesamtstrecke beträgt von Bernkastel-Kues nach Belginum rund 14 Kilometer; vom Moselufer in Traben-Trarbach nach Belginum sind es rund 16 Kilometer.
Für die Wahl der Wanderung ist der Ausgangspunkt ein konkreter Unterschied: Die angegebene Gesamtstrecke ab Bernkastel-Kues ist rund zwei Kilometer kürzer als die ab dem Moselufer in Traben-Trarbach. Der Weg im Außengelände des Parks bietet mit knapp 1.000 Metern eine andere Größenordnung und führt durch Siedlung und Gräberfeld. Damit können Sie zwischen einem kurzen archäologischen Weg im Parkgelände und einer längeren Verbindung aus einer der beiden Moselstädte wählen. Prüfen Sie vor einer Wanderung den aktuellen Streckenverlauf, denn Wegbedingungen können sich unabhängig von den genannten Distanzen ändern.
Wenn Sie eine Unterkunft für eine Reise nach Wederath suchen, helfen diese Unterschiede bei der inhaltlichen Planung: Belginums Museum und Außengelände, die Kirche und Mühle oder die längere Wanderung setzen jeweils andere Schwerpunkte. So lässt sich die Reise danach ausrichten, ob Sie vor allem archäologische Themen entdecken, Ortsgeschichte einbeziehen oder eine Wanderstrecke von den Moselorten zum Archäologiepark planen möchten.
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