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Gremberghoven: Eisenbahnersiedlung, Architektur und Kiesgrubensee

Unterkünfte in Gremberghoven

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Gremberghoven lässt sich über zwei sehr unterschiedliche Themen entdecken: die Geschichte der denkmalgeschützten Eisenbahnersiedlung und die Wasserlandschaft des Naturschutzgebiets „Kiesgrubensee Gremberghoven“. Architektur, Ortsgeschichte und Natur bieten damit verschiedene Schwerpunkte für die Erkundung des Veedels.

Natur am Kiesgrubensee

Das Naturschutzgebiet „Kiesgrubensee Gremberghoven“ steht seit 1989 wegen seiner regionalen Bedeutung als Lebensraum für seltene Wasservögel unter Schutz und umfasst circa 38 Hektar. Etwa zwei Drittel des Gebiets nimmt eine langgestreckte Wasserfläche ein, die in Nord-Süd-Richtung verläuft. An den Rändern liegen überwiegend sehr steile Böschungen und Bermen sowie artenreicher Laubmischwald und Bereiche mit Pionierbaumarten. Dazu gehören Birke, Salweide und Zitterpappel. Eine Bestandsaufnahme verzeichnet 72 Vogelarten; 28 davon gelten seit 2013 als aktuelle Brutvögel.

Eisenbahnersiedlung und Denkmäler

Die ursprüngliche Eisenbahnersiedlung Gremberghoven steht seit 2003 mit ihrer Grünanlage sowie den mehrgeschossigen Wohnblocks, Einfamilienhäusern und Reihenhäusern als Gruppe von Baudenkmalen unter Denkmalschutz. Sie entstand nach Plänen des Architekten Martin Kießling und lädt zu einem Spaziergang durch die Geschichte des Veedels ein. Eine eigene Teilroute durch die Gartensiedlung stellt sechs markante Objekte vor und vermittelt industrie- und architekturinteressierten Besucherinnen und Besuchern ihre Geschichte und Bedeutung.

Ein konkretes Beispiel für einen Rundgang war das Angebot beim Tag des offenen Denkmals 2024: Am Samstag, dem 7. September, führte eine auf zwei Stunden und zwei Kilometer ausgelegte Strecke zu wichtigen Denkmalen der Siedlung. Dazu gehörten Häuser, eine Sonnenuhr und eine Platzanlage. Treffpunkt war Bahnhofsplatz 2a; als Anreisehinweis war die S-Bahn-Station Steinstraße angegeben.

Am Langobardenplatz steht die Sonnenuhr an der Mittelachse des Rundbaus. Sie gilt als die einzige bekannte ortsfeste Sonnenuhr an einem Gebäude im Kölner Stadtgebiet, die den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hat und bis heute im Originalzustand erhalten ist. Auch ein historischer Torbogen an der Rather Straße erzählt von der Anlage der Gartensiedlung: Er lag auf der Mittelachse einer Häuserreihe, war ein markantes Element der Siedlung und ermöglichte den Bewohnerinnen und Bewohnern den Zugang zu den rückwärtigen Gärten.

Im Zentrum Gremberghovens steht die Kirche Heilig Geist. Große Fenster und ein innen offenes Dach prägen ihre Architektur. 2005 stellte die katholische Pfarrei die Kirche der serbisch-orthodoxen Christengemeinde zur Verfügung; diese passte die Innengestaltung an die orthodoxe Liturgie an.

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Architektur und Eisenbahngeschichte

Ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Gewerbegebiete in Gremberghoven ist der 2003 errichtete ABC-Tower. Das Bürohochhaus an der Ettore-Bugatti-Straße ist 65 Meter beziehungsweise 17 Stockwerke hoch. Einen weiteren Blick auf die Eisenbahngeschichte bietet das Freilichtmuseum am Bahnhofplatz. Zu den Exponaten gehören eine historische Bahnhofsuhr, die alte Achse einer Dampflokomotive und das ehemalige Gremberghovener Bahnhofschild. Zusammen mit der Siedlung und ihren Baudenkmalen machen diese Objekte die lokale Eisenbahngeschichte auf unterschiedliche Weise sichtbar.

Für die Planung eines Aufenthalts können Sie die beiden örtlichen Schwerpunkte gegeneinander abwägen: Das Naturschutzgebiet richtet den Blick auf Wasserfläche, Vegetation und Vogelwelt; die Siedlung führt zu Architektur und Industriegeschichte.

Köln als übergeordnetes Reiseziel

Im übergeordneten Reiseziel Köln kommen weitere Kultur- und Naturthemen hinzu. Der Kölner Dom ist ein außergewöhnliches Werk menschlicher Schöpferkraft. Das Museum Ludwig besitzt eine der größten und bedeutendsten Fotografiesammlungen Europas mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts; seine Dauersammlung repräsentiert die wichtigsten modernen Strömungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Auch Natur und Stadtgeschichte sind im übergeordneten Reiseziel Köln vertreten: Flora und Botanischer Garten umfassen 12.000 kultivierte Pflanzenarten aus aller Welt, im Freiland und in Gewächshäusern. Auf dem archäologischen Ausgrabungsareal am Rathausplatz sind Kölns römische Vergangenheit und seine jüdische Geschichte im Mittelalter freigelegt. So reicht der thematische Bogen von der Siedlungs- und Eisenbahngeschichte Gremberghovens bis zu Kunst, Gartenanlagen und archäologischen Zeugnissen in Köln.

Weitere Reiseziele entdecken: Junkersdorf, Worringen, Köln-Brück, Köln.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Köln.