Rebgeshain: Backhaus, Dorfgeschichte und Vogelsberg
Unterkünfte in Rebgeshain
Rebgeshain verbindet ein historisches Backhaus, ein Friedhofsensemble und eine mittelschwere Mountainbike-Rundstrecke. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: Baugeschichte und Ortsgeschichte auf der einen, eine aktive Tour durch die Landschaft des Vogelsbergs auf der anderen Seite.
Backhaus und Dorfgeschichte
Am Brunnenweg 2 steht ein Backhaus, dessen Kern aus dem Jahr 1830 stammt. Erhalten ist eine Kombination aus Massivbau aus Basalt und Backstein sowie verschindeltem Fachwerk. Bewahrt sind außerdem die Ausstattung der Backstube und ein angrenzender Raum, in dem Kuchen probiert werden konnte. Das Backhaus ist als hessisches Kulturdenkmal eingetragen und wegen seiner ursprünglichen Bedeutung für das Dorfleben geschützt. Hier kommen Bauweise, frühere Nutzung und gemeinschaftliche Funktion in einem Gebäude zusammen.
Auch die Entstehung Rebgeshains reicht weit zurück: Sie liegt zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert. Der Ortsname hat seinen Ursprung in den regionalen Hagensiedlungen und eröffnet damit einen weiteren Zugang zur Geschichte des Ortes. Ein anderes historisches Gebäude ist das Schulhaus, das aus dem Jahr 1813 stammt. 1910 bestand in Rebgeshain eine einklassige Volksschule.
Friedhofsensemble und geschützte Landschaft
Der Friedhofskomplex vereint mehrere historische Bauteile. Seine Einfassung aus Basalt stammt aus dem 19. Jahrhundert; ein Portal ist von Linden gesäumt und kulturgeschichtlich von Interesse. Zum Komplex gehört außerdem ein nach dem Ersten Weltkrieg errichtetes Denkmal für Soldaten beziehungsweise Gefallene aus Rebgeshain. Die Friedhofshalle wurde 1972 nach einem Entwurf von Walter Ruppel errichtet und weist eine bemerkenswerte zeitgenössische Architektur auf. Die verschiedenen Bauzeiten geben dem Ensemble einen eigenen historischen Zusammenhang.
Auch die Landschaft ist mit einem Schutzgebiet verbunden: Die Gemarkung Rebgeshain gehört zum FFH-Gebiet Hoher Vogelsberg.
Mit dem Rad durch den Vogelsberg
Die 33,2 Kilometer lange MTB-Route 7 Ulrichstein ist als mittelschwere Rundstrecke durch den Naturpark Vulkanregion Vogelsberg beschrieben. Sie führt durch das Naturschutzgebiet Breungeshainer Heide und an der Quelle Landgrafenborn vorbei. Anschließend verläuft sie über Mischwald und einen asphaltierten Wirtschaftsweg nach Rebgeshain und am Ortsrand weiter in Richtung Ulrichstein. Länge und Schwierigkeitsgrad geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie einen aktiven Tag mit den kulturgeschichtlichen Themen des Ortes abwägen.
Im übergeordneten Reiseziel Ulrichstein
Im übergeordneten Reiseziel Ulrichstein bietet der Schloßberg Rund- und Fernblicke in die hessischen Mittelgebirgslandschaften. Der Vogelsberggarten in Ulrichstein zeigt die Pflanzenwelt des Vogelsbergs und botanische Raritäten in verschiedenen Beeten. Zu dem Garten gehört ein etwa 800 Meter langer, gepflasterter Rundweg, der sich gut mit dem Kinderwagen befahren lässt. Das Museum im Vorwerk in Ulrichstein widmet sich der ländlichen Kultur und Landwirtschaft im Hohen Vogelsberg und zeigt wechselnde Ausstellungen zu Jagd, Kunst, Brauchtum, Heimatpflege und dem Leben im ländlichen Raum.
Bei der Suche nach Unterkünften für Rebgeshain können Sie zunächst überlegen, ob für Ihre Reise Bau- und Dorfgeschichte oder eine aktive Radetappe den Schwerpunkt bilden soll.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ulrichstein.