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Marburg: Gotik, Schloss und Fachwerk

Unterkünfte in Marburg An Der Lahn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Gotische Hallenkirche, Landgrafenschloss und mittelalterliche Oberstadt prägen Marburgs Stadtbild und erzählen von unterschiedlichen Kapiteln seiner Geschichte. Dazu kommen Erlebnisse auf Straßen und Wegen der Stadt sowie auf der Lahn. Wer für eine Reise Kulturgeschichte mit verschiedenen Formen des Entdeckens verbinden möchte, findet in Marburg dafür konkrete Anknüpfungspunkte.

Gotik, Schlossgeschichte und Fachwerk

Die Elisabethkirche in Marburg ist Deutschlands älteste gotische Hallenkirche. Sie wurde von 1235 bis 1283 über dem Grab der heiligen Elisabeth (1207–1231) erbaut. Wegen der Grabstätte war sie früher eine Wallfahrtskirche. Architektur und Geschichte des Ortes machen damit sowohl die gotische Bauform als auch die frühere Bedeutung als Pilgerstätte zum Thema.

Das Marburger Schloss war die erste Residenz der hessischen Landgrafen und gilt als Wiege Hessens. Seit 1981 beherbergt es das Museum für Kulturgeschichte. Dessen Dauerausstellung im Wilhelmsbau vermittelt anhand vielfältiger Exponate kirchliche Kunst, Landesherrschaft und hessische Kulturgeschichte. So stehen neben der Geschichte des Schlosses auch Kunst und Kultur des Landes im Mittelpunkt.

Die Marburger Oberstadt bildet ein mittelalterliches Ensemble aus Fachwerkhäusern und altehrwürdigen Kirchen. Das Fachwerk und die Kirchen geben dem historischen Stadtbild unterschiedliche architektonische Motive. Zusammen mit Elisabethkirche und Schloss ergibt sich ein Kulturprogramm, das von gotischer Kirchenarchitektur und Wallfahrt bis zur hessischen Landesgeschichte reicht.

Altstadt, Märchenweg und Lahn

Die Marburger Schlossbahn fährt durch die historische Altstadt und den Ortsteil Weidenhausen, durch enge Gassen und über gepflasterte Straßen, vorbei an pittoresken Fachwerkhäusern. Während der Fahrt bieten sich Ausblicke auf das über der Stadt thronende Landgrafenschloss und den gegenüberliegenden Kaiser-Wilhelm-Turm. Außerdem werden Geschichten und Anekdoten über Marburgs Vergangenheit und prägende Persönlichkeiten erzählt. Die Fahrt verbindet damit den Blick auf das Stadtbild mit erzählten Begebenheiten.

Auf dem Grimm-Dich-Pfad in der Marburger Oberstadt lassen sich über fest installierte QR-Codes Märchentexte zu den jeweiligen Märchenfiguren per Smartphone aufrufen. Märchen werden so mit einem Weg durch die Oberstadt verknüpft. Auf der Lahn fährt das Schiff Elisabeth II an Weiden am Ufer vorbei und eröffnet den Fahrgästen den Blick auf die Universitätsstadt Marburg und ihre Sehenswürdigkeiten. Öffentliche Stadtführungen in Marburg können für einen passenden Termin mit einem Ticket gebucht werden. Von der Elisabethkirche führt ein etwa 15-minütiger Fußweg zum historischen Marktplatz; Aufzüge im Pilgrimstein können den Aufstieg unterstützen.

Weitere Facetten im übergeordneten Reiseziel Marburg-Biedenkopf

Im übergeordneten Reiseziel Marburg-Biedenkopf ergänzen Orte und Landschaften außerhalb Marburgs das kulturelle und aktive Angebot. Der Landkreis ist von vielfältigen Mittelgebirgslandschaften, zahlreichen Fachwerkdörfern sowie historischen und jungen, modernen Städten geprägt. In Biedenkopf wird der Grenzgang alle sieben Jahre gefeiert: Das dreitägige Fest findet auf historischen Waldplätzen statt und bringt Einheimische sowie Gäste aus aller Welt zusammen.

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Auch die Kulturorte im Landkreis setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das Museum im Schloss Biedenkopf präsentiert als Hinterlandmuseum auf 1.000 m² die Kulturgeschichte des Hinterlands aus den letzten 900 Jahren. Der über 300 Jahre alte Schartenhof in Biedenkopf-Eckelshausen gehört zu den historisch bedeutsamen Fachwerkbauten der Region und ist heute ein Zentrum für Kunst, Kultur und Musik. Dort gibt es saisonale Ausstellungen mit Arbeiten aus der Region sowie zu Malerei, Fotografie, Grafik und Skulptur. Zum Angebot gehört außerdem Marionettentheater mit Aufführungen klassischer Opern.

Am Perfstausee sind nicht motorbetriebene Boote erlaubt; dazu gehören Stand-up-Paddel- und Kanutouren. Ein ganzjährig nutzbarer, für Kinderwagen geeigneter Spazierweg führt rund um den See. Für Radfahrende gibt es dort Ladestationen für E-Bikes, eine Fahrradpannenstation und ausreichend kostenlose Parkplätze. Der See liegt zudem am Schnittpunkt zahlreicher regionaler und überregionaler Radwege und ist ein beliebtes Ziel für Radausflüge.

Für Wanderungen bieten sich zwei unterschiedlich lange Wege in der Region Burgwald an. Die Himmelsbergtour ist 18 km lang und führt als Premium-Wanderweg durch Burgholz und Himmelsberg, durch Wälder, Wiesen und Felder sowie durch ein Natura-2000-Schutzgebiet. Die 13,2 km lange Galgenbergtour ist ebenfalls ein Premium-Wanderweg. Sie führt durch Gemünden und streift dort den kulturhistorisch bedeutsamen Judenfriedhof. Die unterschiedlichen Längen und Wegmotive helfen dabei, den gewünschten Wanderanteil einzuordnen.

Für die Wahl Ihrer Unterkunft kann daher der Schwerpunkt der Reise Orientierung geben: Marburg bietet Kulturgeschichte und Stadterlebnisse, während andere Orte im übergeordneten Reiseziel Marburg-Biedenkopf unter anderem Wanderwege, den Perfstausee und weitere Kulturorte ergänzen. Richten Sie Ihre Suche nach den Zielen aus, die für Ihr geplantes Programm wichtig sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Wehrda, Gladenbach, Cölbe, Rauischholzhausen, Angelburg, Ebsdorfergrund, Lahntal, Bad Endbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marburg-Biedenkopf.

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