Sarnau: Ortsgeschichte und Radroute
Unterkünfte in Sarnau
Sarnau verbindet Ortsgeschichte mit einer konkreten Möglichkeit, die Reise aktiv zu gestalten: Am Bahnhof des Ortes kann der Burgwald-Radweg beginnen. Für Ihre Planung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander – Geschichte im Ort und eine längere Radtour.
Sarnau: Geschichte und Radroute
Sarnau liegt an der historischen Alten Weinstraße und ist seit 1200 dokumentiert. Seine frühe Kapelle wurde 1704 durch eine Fachwerkkirche ersetzt; später folgte eine Betonkirche. Die Abfolge von Kapelle, Fachwerk und Beton zeigt mehrere Bauphasen der lokalen Kirchengeschichte.
Auch die Eisenbahngeschichte ist von einem Wandel geprägt: 2010 wurde der Personenverkehr am früheren Bahnknotenpunkt eingestellt; an seine Stelle trat ein Haltepunkt näher am Ortsrand. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Verbindungen.
Der 42,5 Kilometer lange Burgwald-Radweg lässt sich am Bahnhof Sarnau beginnen. Auf der Strecke verbinden sich die Lahn, der bewaldete Burgwald, Feuchtgebiete, Bäche und Fachwerkdörfer. Die Tour bietet damit einen Kontrast zwischen Fluss und Waldlandschaft, ergänzt durch naturnahe Abschnitte und Dörfer. Für die Planung ist die ausgewiesene Streckenlänge ein konkreter Anhaltspunkt; der Start in Sarnau setzt den Ort in Beziehung zu dieser Radroute.
Wandern und Kultur im übergeordneten Reiseziel Lahntal
In Goßfelden führt der Rundweg „Auf den Spuren von Otto Ubbelohde durch Goßfelden“ zu Kunst und Ortsgeschichte. Er wurde im Juni 2010 eingeweiht, beginnt beim Museum in den Lahnauen und verläuft auf rund 1,5 Kilometern mit 16 Stationen überwiegend durch das alte Goßfelden. Zeichnungen, Illustrationen und Gemälde Ubbelohdes werden an den Dorfstellen vorgestellt, an denen die Motive – darunter Märchenillustrationen – heute noch wiederzuerkennen sind oder wiederzuerkennen zu sein scheinen.
Die alte Brücke in Goßfelden ist ein Wahrzeichen des Ortes. Auf ihrer Ostseite ist die Jahreszahl 1802 in römischen Ziffern angebracht. Überquert werden kann sie nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad – ein wichtiger Unterschied, wenn Sie Ihre Wege durch Goßfelden planen.
Bei Caldern unterscheiden sich zwei Rundwanderwege in Länge und Verlauf. Der L1 führt von Caldern über Dilschhausen zurück nach Caldern und ist 12,9 Kilometer lang. Zu seinen Punkten gehören zwei Kirchen, das „Paradies“ und die historische Rimbergturmspitze. Der familienfreundliche L3 ist mit 6,7 Kilometern die kürzere Strecke; er führt auf befestigten Wegen durch Feld und Wald und bietet Ausblicke auf Caldern. So können Sie zunächst nach Streckenlänge und Landschaft entscheiden, welcher Rundweg besser zu Ihrem Ausflug passt.
Der vollständig bewaldete Wollenberg nördlich von Lahntal ist von fast allen Lahntaler Ortsteilen direkt erreichbar und bietet zahlreiche Rundwanderwege. Dort steht auch die mehr als 20 Meter hohe Schenk-Eiche. Sie ist nach dem Hegemeister Johannes Schenk benannt, der bis 1928 im Wald auf dem Wollenberg nach dem Rechten sah.
Von Brungershausen führt ein ausgeschilderter Wanderweg zu den „Wichtelhäusern“, einer mächtigen Felsgruppe. Die Steine liegen etwas abseits des Waldwegs, laden zum Klettern ein und bieten Ausblicke über das Lahntal, auf Kernbach und auf den gegenüberliegenden Rimberg.
Die Unterkunft nach dem Reiseschwerpunkt wählen
Bei der Suche nach einer Unterkunft können Sie zuerst festlegen, ob Sarnau als Startpunkt für die Radtour oder die eigenständigen Ziele im übergeordneten Lahntal mit Kunst, Brücke und Wanderwegen Ihren Schwerpunkt bilden. Vergleichen Sie die Lage einer Unterkunft mit dem konkreten Ort, den Sie besuchen möchten. So orientiert sich Ihre Wahl an den Erlebnissen, die für Ihre Reise im Mittelpunkt stehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lahntal.