Raddusch: Naturpfade, Kahnfahrten und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Raddusch
Raddusch liegt im Biosphärenreservat Spreewald und vereint Wassererlebnisse, Naturwege und Dorfgeschichte. Am ausgebauten Naturkahnfährhafen beginnen Fahrten in den Spreewald; Lehr- und Erlebniswege greifen Naturthemen und historische Spuren auf.
Wege und Naturbeobachtungen
Der Moorlehrpfad Raddusch ist 13,5 Kilometer lang und lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Der Libellenpfad beginnt am Naturhafen Raddusch. Dieser leichte Kunst- und Erlebnisweg misst 2,0 Kilometer für den Hinweg und 4,0 Kilometer für Hin- und Rückweg; die Dauer beträgt etwa eine Stunde. Für die Planung stehen damit eine deutlich längere Strecke und ein kürzerer, zeitlich umrissener Weg gegenüber. Bitte beachten Sie bei der Erkundung des Moorlehrpfads die Regeln des Biosphärenreservats.
Direkt am Radduscher Hafen vermittelt der Libellenpark Kindern anhand von Modellen die Welt der Libellen. Zwei Ruheliegen ermöglichen die Beobachtung der Insekten. Auch die Storchenkameras bieten saisonale Naturblicke: Während der Brut- und Pflegezeit zeigen sie an zwei Horststandorten Livebilder aus den Nestern und geben Informationen über den Weißstorch und sein Lebensumfeld. Die Kameras sind nicht ganzjährig aktiv.
Auf dem Wasser unterwegs
Der Naturhafen Raddusch gilt bereits seit 1920 als beliebter Ausgangspunkt für traditionelle Fahrten im Holzkahn durch den Spreewald. 1999 wurde er als Kahnabfahrtsstelle für Wasserwanderungen eingerichtet. Außerdem ist der Hafen für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
Neben traditionellen Kahnfahrten gibt es in Raddusch die Möglichkeit, Paddelboote und Kanus zu mieten: Die Paddelboote sind meist Zweisitzer, dazu kommen einige Kanus. Eine Ausleihe ist stunden- oder tageweise möglich. Damit stehen unterschiedliche Arten des Wassererlebnisses zur Wahl, vom Holzkahn-Ausgangspunkt bis zu kleineren Mietbooten.
Dorfgeschichte und Kultur
Der Historische Rundwanderweg Raddusch ist ein ausgeschilderter Rundweg durch das Dorf. Schautafeln erläutern die historischen Hintergründe der Stationen dörflicher Entwicklung. Die Heimatstube Raddusch befindet sich im ehemaligen Wohnhaus der Familie Müller, unmittelbar am Dorfplatz in der Nähe des Trafo-Hauses. Eine weitere historische Spur ist die Radduscher Buschmühle: Sie wurde 1777 als Mahl- und Ölmühle auf Eichenpfählen gebaut. Die historischen Orte setzen unterschiedliche Akzente: Der Rundweg erläutert dörfliche Entwicklung anhand von Schautafeln; die Slawenburg ist ein archäologisch begründeter Nachbau einer Wehranlage, während die 1777 errichtete Buschmühle mit ihrer Mahl- und Ölmühlenfunktion sowie Eichenpfählen eine andere historische Seite illustriert.
Die Slawenburg Raddusch ist ein Nachbau einer historischen Wehranlage, der auf archäologischen Untersuchungen vor dem Braunkohlentagebau beruht. Am 31. August 2026 war sie für den Besucherverkehr bis auf Weiteres nicht geöffnet. Bitte prüfen Sie vor einem geplanten Besuch den aktuellen Status.
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