Börnicke: Dorfkirche, Schlosspark und Kultur
Unterkünfte in Börnicke
Börnicke verbindet Baugeschichte, Kultur und eine Landschaft, deren Entwicklung eng mit einem Teich verknüpft ist. Dorfkirche und Schlossanlage stehen für unterschiedliche Kapitel; im Feuerwehrhaustheater reicht das Programm von Märchen bis Jazz. Zugleich führen Rad- und Wanderwege von einem Bahnhof in Bernau nach Börnicke und weiter in die Barnimer Feldmark. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie überlegen, ob historische Orte, Kulturtermine oder Wege nach draußen den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.
Dorfkirche und historische Ausstattung
In der Dorfkirche ist eine regional seltene Kirchenältestenbank von 1679 erhalten. Sie zeigt Aposteldarstellungen und Bibelzitate – konkrete Details, die den Kirchenbesuch auch für alle interessant machen, die sich für historische Ausstattung und regionale Geschichte interessieren.
Führungen durch die Dorfkirche werden an jedem ersten Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst von 10 bis 12 Uhr angeboten. Außerhalb dieser Zeit sind Führungen nach telefonischer Vereinbarung unter 03338 70220 möglich.
Schlossgeschichte und Landschaftspark
Schloss Börnicke wurde zwischen 1909 und 1911 im neoklassizistischen Stil umgebaut. Bauherr war der Bankier Paul von Mendelssohn-Bartholdy, der das Schloss gemeinsam mit dem Architekten Bruno Paul schuf. Die Schlossanlage ist seit 1992 als Bau- und Kulturdenkmal in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen.
Auch die Entstehung des Schlossparks ist mit einem konkreten Eingriff in die Wasserlandschaft verbunden: Erst nachdem der Eichbuschteich 1871 zur Panke nach Bernau entwässert worden war, konnte der Park angelegt werden. Der Landschaftspark stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seinen nordöstlichen Teil prägt ein großer Teich. Früher erschloss ihn ein Netz geschwungener Wege, das wechselnde Ansichten auf das Wasser ermöglichte. So begegnen sich in Börnicke Baugeschichte und eine Landschaft, deren überlieferte Gestaltung sich auf den Teich bezog.
Theater, Veranstaltungen und lokale Kultur
Das Feuerwehrhaustheater hat den Charakter eines Zimmertheaters um 1900 und gilt als Brandenburgs kleinste Spielstätte. Auf dem Spielplan stehen Märcheninszenierungen mit Figuren, szenische Lesungen, Kammermusik und moderner Jazz. Die verschiedenen Formate setzen unterschiedliche Akzente: Eine Märcheninszenierung bietet einen anderen Theaterabend als eine Lesung oder ein Konzert. Wegen der begrenzten Sitzplatzzahl bittet das Theater um Reservierung.
Am Dorfteich veranstaltet der Verein „KulturGut e. V. Börnicke“ Kinoveranstaltungen, Workshops und Adventsmärkte. Auch das Storchenfest gehört zum Jahreslauf und findet alljährlich im Mai statt; einzelne Programmpunkte können variieren. Wenn eine Veranstaltung den Anlass Ihrer Reise bildet, prüfen Sie die Termine und das jeweilige Programm vorab.
Wege, Gutshof und Bier
Von einem Bahnhof in Bernau führen Rad- und Wanderwege nach Börnicke und weiter in die Barnimer Feldmark. Eine weitere Möglichkeit für eine Tour ist der 19 km lange Jakobsweg von Werneuchen über Börnicke und Löhme nach Seefeld. Er ist mit einem gelben und einem grünen Balken, teilweise auch mit einer Muschel als Jakobsweg-Zeichen markiert. Prüfen Sie die Kennzeichnung vor Ihrer Tour.
Ein Stück Gutshofgeschichte ist in der alten Brennerei erhalten, in deren Gebäude sich die Brauerei der Ersten Bernauer Braugenossenschaft e. G. im Ortsteil Börnicke befindet. Im Brauereiausschank „Zum Braugenossen“ werden vor Ort gebraute Biere ausgeschenkt. Dazu gehören „Ein Bernauer“ als helles Vollbier, „Kantor“ als dunkles Lagerbier und „Rathaus“ als Pale Ale. Saisonale Angebote können variieren.
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